Infothek

Zurück zur Übersicht
Recht / Zivilrecht 
Freitag, 24.07.2020

Mietminderung wegen Hitze: Verhältnis von Innen- und Außentemperatur entscheidend

Wenn ein Mieter wegen zu hoher Raumtemperaturen eine Mietminderung geltend macht, muss er genaue Angaben zur Innen- und Außentemperatur machen. Denn das Verhältnis von Innen- und Außentemperatur entscheidet über das Vorliegen eines Mangels. Darauf wies das Oberlandesgericht Düsseldorf hin (Az. I-24 U 197/18).

Mieter von Gewerberäumen machten eine Mietminderung wegen zu hoher Raumtemperaturen geltend. Sie gaben an, dass die Innentemperatur zwischen Mai und September bei 30 bis über 40 °C lag. Der Vermieter hielt die Mietminderung für unberechtigt und kündigte schließlich das Mietverhältnis ordentlich wegen Zahlungsverzugs. Er erhob schließlich Klage auf Räumung und Herausgabe der Gewerberäume.

Das Gericht entschied, dass der Anspruch auf Räumung und Herausgabe der Gewerberäume bestehe, da die ordentliche Kündigung wegen Zahlungsverzugs wirksam sei. Ein Recht zur Mietminderung wegen überhöhter Innentemperatur habe nicht bestanden. Eine Mietminderung wegen überhöhter Innentemperatur setze die präzise Angabe der konkreten Raumtemperaturen und der damit korrespondierenden Außentemperaturen voraus. Die Außentemperaturen müssten stets beachtet werden, da die Innentemperaturen allein nicht aussagekräftig seien, um festzustellen, ob ein Mangel vorliege.

Zurück zur Übersicht

Die Fachnachrichten in der Infothek werden Ihnen von der Redaktion Steuern & Recht der DATEV eG zur Verfügung gestellt.

 

Wettervorhersage für Gersfeld (Rhön)

8°C  –  22°C
Heiter
So, 20. Sep.
8°C  –  24°C
Wolkenlos
Mo, 21. Sep.
10°C  –  25°C
Sonnig
Di, 22. Sep.